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    February 27

    Willkommen Zypern

    Lang, lang ist’s her aber jetzt heißt es wieder einmal:

    „Griaß Gott in Zypern – Griaß Gott beinaund“

    Die eifrigen thomasincyprus-space Besucher können sich wahrscheinlich schon denken worum es im Folgenden gehen wird. Passend zu einigen der Fotoalben gibt’s wieder kleine Anekdoten die ich niemandem vorenthalten will.

    Beitrag Numer 1: Karneval in Lemesos (Limassol)

    Am 18.02. war der Höhepunkt des orthodoxen Karnevals (die hören schon am Faschingssonntag zu feiern auf und halten nicht bis Dienstag durch) hier in Zypern und so ist eine kleine Gruppe von na(ä)rrischen Erasmusstudenten mit einem bequemen Fernreisebus in Richtung Lemesos aufgebrochen – das Villach bzw. Köln Zyperns. Dort angekommen haben wir dem erstbesten Mini-Market einen Rekordumsatz im Getränkebereich beschert und setzten uns mal an den Strand um auf uns, den Karneval und alles und jeden anzustoßen und sangen des öfteren unsere Hymne „Bevilo Tutto“! Nachdem wir also unsere Einkaufssackerl erleichtert haben gingen wir in die Stadt um das närrische Treiben beim großen Umzug zu beobachten, weil deswegen waren wir ja schließlich 1 ½ Stunden mit dem Bus dahin gefahren, oder? Wer jetzt aber genau schaut wird recht bald erkennen dass ich vom Umzug kein einziges Foto hab… das liegt natürlich nur daran dass der Umzug net so super war, aber auf keinen Fall daran dass wir uns anderweitig vergnügt haben *ähem* Beim Weg zurück ist mir im Bus wegen dem sch*** Carlsberg fast die Blase geplatzt. Alberto und Aser haben mir aber geholfen nicht ans Pinkeln sondern an Wasserfälle, Flüsse und Regen zu denken. Danke an dieser Stelle!

    Weiter geht’s zum nächsten Beitrag.

    Beitrag Nummer 2: Ausflug in die Türkische Republik Nordzypern!!!

    Wenn sich jetzt wer a bissl auskennt im Zypernkonflikt wird er sich denken, was ist mit dem Hauer-Buam los. Sagt er doch wirklich „Türkische Republik Nordzypern“ zur „occupied area“. Ja ja ich hab mich mit der Türkei solidarisiert und erkenne die TRNZ jetzt auch als eigenes Land an. Warum: Am 21.02 haben es Marko, Zaira, Nathy, Aser und ich mal gewagt einen Trip zu den Türken rauf in den Noden zu machen. Mit einem gemieteten Peugeot 206 (gespr. türkisch: „Pötsch“) machten wir uns auf den Weg zu den Ruinen von Salamis die teilw. aus dem 11 Jhdt. vor Christus stammen. Ich kann ehrlich sagen dass das einer der schönsten Plätze ist, die ich je gesehen habe. Vor allem das Gymnasium und das Theater sind der Wahnsinn – gibt eh Fotos davon! Diejenigen von euch die es mal nach Zypern wagen: unbedingt hinschauen!!!

    Als wir aber dann vom Staunen doch hungrig wurden checkten wir uns einen echt guten Take-Away-Döner ein paar Flascherln Corona und setzten uns an den einsamsten Strand ever. Da hört und sieht man nix außer Meer – was will man also meer? Das war echt einer der besten Momente ever – einfach mit super Leuten am Strand sitzen und chillen….

    Zurück in Lefkosa wollten wir das Auto fast dem falschen Vermieter zurückgeben - weil ja auch wirklich alles gleich ausschauen muss! Tipp: Niemals an Moscheen orientieren! Der arme Türke wusste gar nicht wie ihm geschieht und hat das Geschenk trotz mehrmaligen Bitten nicht angenommen und uns dankenswerterweise zum rechtmäßigen Besitzer geschickt. Wir werden wohl nie erfahren was passiert wäre wenn er das Auto angenommen hätte… Ende der Odysee! Fazit: Die Türkische Republik Nordzypern ist schöner, gechillter und sowieso besser als die „Banana Republic of Cyprus“ (Zitat Aser)! Schen wor’s!

    Beitrag Nummer 3: Wochenendtrip in die Gegend rund um Pafos

    Am letzten Wochenende wurden wieder mal Autos gemietet und 13 Dirndln und Buam brachen auf um zu erkennen dass Papier willig ist und er Adonis ein armer Teufel war. Pünktlich um 16:00 brachen wir am Samstag mit zwei Stunden Verspätung Richtung Südwesten in Richtung Pafos auf. Erster Schnappschuss-Halt Aphrodites-Rock: Dort wurde der Sage nach die Aphrodite geboren und das Wasser dort macht jede und jeden recht zeugungsfähig die/der darin badet. Also hab ich halt mal den Fuß rein gehalten, weil hilft’s nix schadet’s nicht. Wegen der anbrechenden Nacht haben wir uns auf die Schnelle einen Platz zum Campieren gesucht und echt eine kleine feine Bucht gefunden, wo wir in Ruhe grillen, chillen und trinken konnten. Da die Nacht dann fast zum Tag wurde schauten wir am nächsten Tag dementsprechend drein, waren aber trotzdem voller Tatendrang um die berühmten, wunderschönen, megaoberaffentittengeilen Adonis Wasserfälle zu besichtigen. Sollte ja mit unseren Autos kein Problem sein weil die Straße ja angeblich für alle Autos gut ist. Einfach die Fotos anschauen bitte! Jeder Forstweg in Polen ist besser hergerichtet als dieser „Weg“. Aber was macht man nicht alles für den Adonis. Nach 45 min Rumpelpiste waren wir also dann doch angekommen bei dem berühmten Wasserfall und ich begann mich schön langsam zu fragen, wo denn da jetzt das Wasser ist, weil sehen und hören konnte ich es noch nicht. Brav zahlten wir mal die 2CYP Besichtigungsgebühr und wanderten zum „Wasserfall“. Im Endeffekt war das ein Rinnsal das in einen dreckerten Tümpel läuft. Da schau ich mir dann doch lieber das Foto im Reiseführer an. Frechheit! Angeblich wird man von dem Wasser recht schön, aber ich glaub eher dass man nur einen Hautausschlag und a Mords-Jucken bekommt. Warum jetzt der Adonis also so ein fescher Bursch war weiß ich nicht – an dem Wasser dort wird’s eher nicht liegen! Es folgten Rückreise nach Nicosia und Ende des Trips!

    Wer jetzt noch immer dabei ist und nicht aufgegeben hat zu lesen verdient meinen Respekt! Ich wünsche eine gute Zeit und freu mich wenn wieder wer vorbeischaut bei einer neuen Folge von „Banana Republic of Cyprus“ – die ganze Wahrheit. Die Sendung „Willkommen Zypern“ gibt’s wie immer nur Feiertags! Pfiat Gott beinaund!

    February 07

    Unser neuer roomie Aser...

    Ola, que tal?
    Schon wieder ein Blog von mir - aber es gibt einen wichtigen Grund: wir haben einen neuen Mitbewohner. Wie es dazu kam  sieht man wahrscheinlich am Besten wenn man sich das E-Mail durchlest das er an das Housing Office geschickt hat:
     
    I was in the housing office this morning because i need to change my house
    in Nicosia. I have a lot of important reasons, I am going to try to explain this reasons
    but my english is so poor.
    The reasons are the following:
    I am living in Anastasia toufeksi street number 7. My house is to far from the university and this is a big problem for me because I don’t have a car and so I have to walk for 40 minutes to go to university. I am always alone in the house because my roommate has a close group of friends and my relationship with them, doesn’t exist. If i want to speak with another person more than 5 minutes per day i need to take a taxi or go walking for 40 minutes. This situation is not viable for a boy who is 20 years old. The principal reason to come to Cyprus for erasmus was to improve my english. But in this situation is not possible. I am living very far from the other Erasmus students; this is a big problem because i don’t speak greek. This situation makes me to be in a depressive feeling. In my opinion talking is a necessary action for a foreign student how is very far from his house for more than 4 months, and now is impossible. I was talking with other erasmus students and they are living in housing office flats with free rooms, for example there is one friend of mine that came for Erasmus in Cyprus and the housing office gave to him a house with two free rooms, he lives in methonis street number 21 and it could be nice if I can stay with him in his house. Also there are lot friends of mine that came here for Erasmus and the housing office gave to theme houses with free rooms. Because of this I think that is not impossible to put me in one of these house that I had mention and help me  to put end at this problem. If i can’t change my house i think that i will return home for psychological healthy reasons and these could be a big problem for me because I’m going to loos all the academic year and a good opportunity to kwon this culture and learn new languages. If you can imagine my situation you will must agree with me. Is not a pleasure for me to change house, but it is really a need.
    I am really sorry with all the problems that may i cause.
    I am waiting for a response as soon as possible.
    Thank you very much.
     
    Damit also der arme Bua nicht wirklich depressiv wird und bald irgendwo auf der Beratungscouch liegt haben sie ihn zu uns gschickt. wir päppeln den Armen halt jetzt so gut es geht mit Bier auf, weil wenn der was trinkt dann is er sowieso nimma zu packen. Ein Beispiel: Gestern auf der Party fragt ihn die Natalia us der Ukraine "Do you think i'm hot?"  - seine Antwort: "NO, you're drunk!" ich würd sagen ein einfaches YES hätte gereicht.
     
    Das war's auch schon wieder - ich hab nicht soviel Zeit denn ich muss jetzt wieder den Chris ablösen, weil der hat sich die letzte Stund um den Aser (nicht Acer) gekümmert.
    adios
    February 05

    Griaß Gott in Zypern , Griaß Gott beinaund!

    Damit sich keiner und vor allem keine (goi frau a.!) mehr beschweren kann gibt’s jetzt wieder die ganze Wahrheit über das Leben in der letzten geteilten Hauptstadt der Welt. Wie beim letzten Mal auch gibt’s das nicht jedes kleine Detail des Tagesgeschehens, sondern nur das was mir erzählenswert erscheint.

    Zusätzlich zum Blog hab ich diesmal auch für alle Lesefaulen Fotoalben gmacht. Traumhaft, oder?

    Topic 1: Troodos/Lefkara Ausflug

    Am Wochenende vom 27. und 28. Jänner waren wir richtig brave Sightseer und sind gleich zwei Mal mit Fotoapparat und Sunkist bewaffnet ins zypriotische Hinterland aufgebrochen. Am Samstag hat der hiesige Erasmusclub einen mordsmäßigen Ausflug ins Troodos Gebirge organisiert. Auf dem Programm stand die Besichtigung der Kirche des Saint Nicholas -  Is recht schön zum Anschauen! Damit die Kirche aber jeder Mal Sehen kann hab ich verbotenerweise auch im Innenraum Fotos gmacht.

    Dann ging’s weiter ins 4-Liftanlagen Skigebiet am Mount Olympus, wo ich auf der Terrasse zum Zeitvertreib Bier getrunken hab, denn eine Skipiste raufgehen ist für mich jetzt nicht ganz so spannend wie für einen Spanier oder den Chris.

    Der anschließende Museumsbesuch wurde leider nix, weil das Museum geschlossen hatte - Schlechtes Eventmgmt.!!!

    Das war dann auch schon das Wichtigste vom Samstag.

    Am Sonntag sind Chris und ich mit Antonis, Maria und Marinos nach Lefkara gefahren, weil das laut Antonis ein MUST ist. Ist echt ein kleines verträumtes Dorf wo noch alle Häuser aus Stein gebaut sind. Was anderes ist da bis heute verboten. Das Highlight des Ausflugs war aber das für Zypern typische MEZE Essen. Da bekommt man 10 verschiedene Speisen nacheinander serviert und da ist von der Schafsleber bis zu Nudeln mit Fleischsauce alles dabei was der ausgehungerte Student gern isst.  

    Topic 2: Geburtstagsparty Ivvo

    Letzten Donnerstag hat Ivvo zu Ehren seines 25. Geburtstags eine kleine feine Party gschupft. Ich glaub dass man an den Fotos eh schon erkennt dass es eine Fetzengaudi war. Ich hab mich anfangs natürlich recht zurückgehalten mit dem Trinken, weil man will ja nicht schon bei der ersten  Party voll abstürzen. Aber je später die Nacht umso mehr Vodka-Bull-Durst hat man und ehe man sich versieht hat man auch schon ein Damenspitzerl und die Polizei steht wegen Lärmbelästigung vor der Tür (ich war’s nicht allein).  Aber weil der partyhungrige Erasmusstudent ja nicht blöd ist schickt er die schönsten Mädls, die die Party zu bieten hat zur Verhandlung weil „The show must go on“  - und die show ging weiter. Hipp Hipp Hurra! Happy Birthday Ivvo!

    Topic 3: University of Cyprus  

    Und wieder Mal gibt’s eine Änderung im Learning Agreement. Academic Englisch wird aus Verblödungsangst und Microeconomic Theory aus Überarbeitungsangst gestrichen. Stattdessen wird jetzt 12 Stunden die Woche griechisch gelernt. Wir hatten also die Wahl zwischen Not oder Elend! Die Not hat gesiegt!

    Topic 4: Altstadt Nicosia

    Gestern waren wir an der Green Line und in der Gegend nahe der Grenze. Ich hab mir zwar nicht gedacht dass mich das beeindruckt, aber wenn man dann noch die Einschusslöcher in den Mauern und überall bewaffnete Soldaten sieht packt’s einen schon. Die Häuser in der Gegend stehen alle leer und verfallen schön langsam – Wenn man jetzt voll der Optimist ist kauft man sich dort den Grund und hofft auf eine Wiedervereinigung. Aber wahrscheinlich erlebt man das gar nimma, denn wenn man an der Grenze steht merkt man dass der Konflikt noch sehr aktuell ist. Auf einem Transparent auf der türkischen Seite konnte man von der Grenzmauer aus folgendes lesen: „To all those who stand on the wall of shame, this is the bridge of peace“ Die Brücke wurde zwar vor 3 Wochen abgerissen, weil die Südzyprioten den Brückenschlag nicht wollten, aber das Banner hängt noch und zeigt dass keiner wirklich zum Einlenken bereit ist.

    Da mir die Fingerkuppen eh schon brennen und er Blog eh schon viel zu lange ist belasse ich es dabei. Bis demnächst wenn es wieder heißt: „Griaß Gott in Zypern, Griaß Gott beinaund“

    Liebe Grüße, Thomas